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Programm Wingsseminar 2011

Detaillierter Flyer Wings 2011

pdf Detailprogramm Wings11

(Änderungen vorbehalten)

Zielgruppen
Lehrpersonen der Vorschulstufe, der Pflichtschuljahre, der Berufsschulen, Gymnasien und Hochschulen; weiters Behördenmitglieder, Schulpsychologinnen und -psychologen und andere Interessierte, welche in der Bildung und Erziehung tätig sind.

Ziele

  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Bereichen der Begabungs- und Begabtenförderung
  • Einblick in begabungsfördernde Schulmodelle aus dem In- und Ausland
  • Intensiver Austausch mit anderen Fachpersonen aus dem In- und Ausland
  • Kennenlernen von neuen Materialien und Spielen für den ressourcenorientierten Unterricht
  • Vermitteln von Didaktik und Methodik-Knowhow im Umgang mit grosser Heterogenität und mit hohen Begabungen
  • Einblick in die aktuelle fachliche Diskussion rund ums Thema Begabungsförderung
  • Vernetzung

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Was unterscheidet Begabtenförderung von Begabungsförderung?
  • Wie kann ich Kinder und Jugendliche mit hohen Fähigkeiten erkennen und ressourcenorientiert fördern?
  • Was brauchen Kinder und Jugendliche, die sprachlich oder mathematisch den Gleichaltrigen deutlich voraus sind?
  • Wie kann ich im Unterricht konkret und gezielter auf die Stärken aller Kinder und Jugendlichen eingehen?
  • Wie kann ich durch kreative Elemente meinen Unterricht spannend und herausfordernd gestalten?
  • Wie können Kinder und Jugendliche für naturwissenschaftliches Forschen und Experimentieren begeistert werden?

Programm

Montagvormitttag, 10. Oktober 2011, 9.00 -12.00 Uhr

  • Begrüssung: Joëlle Huser/ Romana Leuzinger
  • Eröffnungsreferat: Prof. Dr. Albert Ziegler: Kreativitätsforschung: Die Praxis enteilt der Theorie
  • Referat: James Webb „What Do Gifted, Talented, and Creative Children Need?"
  • Das Wings-Team stellt sich mit seinem Angebot vor, dazu gibt es Humorinjektionen von Pello

Dienstag 11. 10. 2011 - Freitag 14. 10. 2011, 9.00 - 12.00 Uhr
4-teilige Vormittagswahlkurse

1. Begabten - und Begabungsförderung. Ein Grundkurs für Einsteigende, Martin Huber (Do-VM mit Joëlle Huser)

Ausgehend von einer gemeinsamen Sprache über Begabung, Intelligenz und Lernen entwickeln wir unser Know-how zur Begabungs- und Begabtenförderung. Verschiedene Instrumente, um Begabungen aller Kinder und Kinder mit besonderen Fähigkeiten zu erkennen, werden vorgestellt und mit Fallbeispielen illustriert. Dieser Kurs setzt bei den Stärken aller Beteiligten an, um modellhaft ressourcenorientiert zu arbeiten. Anhand offener Aufgaben und weiterer Fördermassnahmen wird gezeigt, wie begabungs- und begabtenfördernder Unterricht umgesetzt werden kann.

2. Zur Sprache gebracht. Einblick in einen etwas anderen Umgang mit Schweigen, Sprechen und Schreiben, Cornelia Kazis

Viele Kinder und Jugendliche, auch sehr begabte, sprechen und schreiben erschreckend karg oder ungenau, genormt und unpersönlich. Oder sie schweigen gar gänzlich. Und das nicht nur in der Peergroup, sondern auch da, wo Sprache expliziter Gegenstand des Lernens ist: in der Schule. Ziel ist es, über sprachspielerische Selbsterfahrung AHA-Erlebnisse für den eigenen Unterricht zu gewinnen. Im Mittelpunkt dieses Sprech- und Schreibkurses stehen aussergewöhnliche Kommunikationsanlässe,die sich Sprach schablonen verwehren, niveaumässig nach oben und unten offen sind und erprobterweise mündig machen.

3. Kreativwerkstatt für kleine Mathe-Asse von 5 -10 Jahren, Friedhelm Käpnick/Mandy Fuchs (D)

Die 4-jährige Emma ist fasziniert von Zahlen. Oft zählt sie vor sich hin oder fordert von ihren Eltern Rechenaufgaben ein. Diese löst sie fast immer richtig und beweist dabei ein beeindruckendes Zahlgefühl.
In diesem Kurs können Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen für Kinder wie Emma geeignete mathematische Herausforderungen im Sinne von Spiel- bzw. Aufgabenfeldern für den Elementar- und Grundschulbereich entwickeln. Zu den verschiedenen mathematischen Themen werden die Mathe-Profis der Universität Münster zudem authentische Kinderlösungen vorstellen und generelle Orientierungen zu besonderen Merkmalen mathematisch begabter Kinder im Elementar- und Grundschulbereich geben.

4. Philosophieren als Denkschule, Hans- Joachim Müller (D)

Beim Philosophieren geht es nicht um Wissens- oder Stoffvermittlung, sondern um die Phantasie und den Mut, eigene Ideen auszudrücken und mit Wissen zu verbinden. Die Teilnehmenden werden in verschiedene philosophische Techniken eingeführt, wie beispielsweise das «Sokratische Gespräch», «Gedankenexperimente» oder das «Nicht-wertende Vergleichen». Inhaltlich wird die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die Begriffe «Begabung» und «Hochbegabung» philosophisch unter die Lupe genommen. Weitere gesellschaftlich aktuelle Themen erweitern das Spektrum, wobei die Anlässe Phänomene, Texte und Fragen des Lebens im Zentrum stehen. Methodische Bestandteile dieses Kurses sind: Selbstversuche im Philosophieren, Praxisübungen in Verbindung mit theoretischer Reflexion, Übungen zum Transfer des Erprobten in die eigene Praxis mit Präsentation der entstandenen Ideen.

5. Explore-it: erforschen, erfinden und mehr von Technik, Rene Providoli/Cornelia Freitag

Kinder ab 9 Jahren weisen eine hohe Bildsamkeit für alles Technisch-Funktionale auf und es macht ihnen mächtig Spass, wenn es fährt, fliegt und auch mal kracht. Neben Intelligenz und Motivation ist Kreativität ein wesentlicher Teil von Hochbegabung. Gerade in der Technik ist Kreativität sehr gefragt. Explore-it entwickelt Lernanlässe, welche das Verständnis für Technik, Naturwissenschaften und die Innovationsfähigkeit bei Kindern fördern und das mit Kopf, Herz UND HAND.  Kern der Arbeit mit explore-it sind Materialboxen mit Werk- und Experimentiermaterial. Die Anleitungen und Aufgabenstellungen sind auf www.explore-it.org abgelegt. Im Kurs wird der Ansatz von explore-it vorgestellt, selbst erlebt und diskutiert.

6. The Many Faces of Gifted, James Webb (USA, englischsprachig)

Personality Traits, Interests, Strengths, and Weaknesses

First morning: Gifted children differ widely in their interests, skills, strengths, and weaknesses, and they also have different levels of giftedness. This session describes key dimensions that influence the behaviors of gifted children. This session will begin by describing four fundamental types of gifted children,using a framework developed by Drews . At least two of these types are often overlooked in the classroom. Jim will then describe four key factors that further influence the behaviors of gifted children--the level of ability, asynchronous development, thinking and learning styles, and Dabrowski's Overexcitabilities. The session will conclude by describing how the strengths of gifted children also result in challenges and potential problems.

Issues with Siblings, Peers, and Education Options
The second session discusses: Who are peers for gifted children? How worrisome is it if a gifted
child has few friends? How can we help gifted children withstand peer pressure? How can we avoid
or minimize sibling issues? How can we design educational options that fit the child’s strengths and
weaknesses and are independent of peer and sibling issues? What are some ways to add challenge?

Stress, Perfectionism, and Depression
Third monrning: This workshop focuses on positive psychology techniques such concepts as selftalk,
irrational beliefs, and self-management of stress. Specific techniques to help prevent and overcome
perfectionism and depression are discussed, including existential depression—a type almost
uniquely limited to those who are gifted.

Working with Parents of Gifted Children
Forth morning: Parents worry about things such as how many limits to set, how much enrichment is
needed outside of school, and how much they need to push their children’s achievements. It is important
to help the child find his or her passion in life, and to develop relationships that will allow a
child to learn values, as well as the ability to set priorities and to follow through on them. This session
describes specific approaches and practical techniques for discipline, motivation and communication
that both teachers and parents can use.

Dieser Kurs wird in englischer Sprache abgehalten. Da Jim und Janet aber langsam und deutlich
sprechen, ist der Kurs auch für Personen mit unvollständigen Englischkenntnissen geeignet. Nach
Möglichkeit wird eine Person teilnehmen, die schwierige Wörter, Schlüsselbegriffe oder ganze Passagen
übersetzen wird.

7. Kreativität durch bewegten Unterricht im Klassenzimmer, Anna Karger

Der Kurs hat die Form eines praktischen, spielerischen gemeinsamen Trainings. Die TeilnehmerInnen bekommen einen Fundus von Spielaufgaben und Übungen vermittelt, die aus dem Bereich des Improvisationstheaters und des mündlichen Storytelling stammen.
Die Übungen eignen sich allgemein als Gegengewicht zu stark kognitiven Passagen im Unterricht; sie sind auf Teamwork angelegt und bilden damit eine Ergänzung zu den eher ‚solistischen’ Anforderungen in der Schule; schließlich fördern sie das spontane Erzählen und sind ein Weg zu lebendigem sprachlichem Ausdruck.

8. Moderne Hochbegabtenförderung - ein praxisorientierter Kurs, Albert Ziegler (D)

Der vierteilige Kurs wendet sich in all jene, die nach individuellen Fördermöglichkeiten für Begabte jenseits der traditionellen Maßnahmen wie Akzeleration, Enrichment, Separierung usw. suchen. In erster Linie werden Lehrkräfte, aber auch Personen mit praktischer pädagogischer Erfahrung von der Teilnahme profitieren können.

Im Mittelpunkt stehen drei große Anliegen: Lernförderung, Integration der Lernförderung in den Alltag, Aufbau von Lehr-Lern-Gemeinschaften. Zunächst werden grundlegende Informationen gegeben, vor allem zum Lernen und Lernprofile, um alle KursteilnehmerInnen auf den gleichen Kenntnisstand zu bringen. Anschließend wird anhand eines realen Fallbeispiels eine konkrete Förderung geplant.

Montag und Dienstag, 10./11. Oktober 2011, 14.00 - 17.00 Uhr
2-teilige Nachmittagswahlkurse

  1. Trickfilme herstellen als Förderprojekt, François Matthey
  2. Begabung und Begabtenförderung auf der Gymnasialstufe,  Andreas Chiquet
  3. Literarische Schreib- und Leseförderung in der Begabungsförderung konkret, Svenja Hermann
  4. Misdiagnoses, James Webb (USA, englischsprachig)
  5. Humor als Ressource, Pello
  6. Compad als Förderinstrument, Dina Mazzotti, Georg Streit
  7. Sprachspielereien, Cornelia Kazis
  8. Mathematische Spiele und Zaubereien für Gross und Klein, Friedhelm Käpnick/ Mendi Fuchs

Mittwochnachmittag, 12. Oktober 2011, 14.00 - 18.30 Uhr  *

  • Surprise Musicale
  • Grusswort: Bildungsdirektion des Kantons Zürich
  • Referat: Begabtenförderung in der Schweiz – ein Überblick, Silvia Grossenbacher
  • Kurz-Referat: Die Blackbox in der Industrie-Gesellschaft - chemische Phänomene für die Oberstufe (MobiLab und ein Experimentierset), Peter Bützer/Urban Schönenberger
  • Messe: Bücher und Materialien für die Begabungs- und Begabtenförderung, innovative und etablierte Projekte der Begabtenförderung, Schulen mit Best Practice zur Begabungsförderung stellen sich vor.
  • Referat: Nanotechnologie – von Anti-Stink-Socken, Krebstherapien und Computerchips, Helmut Elbert
  • Podium: Junge Menschen berichten über verschiedene erlebte begabungsfördernde Massnahmen, Leitung Joëlle Huser

Donnerstagnachmittag, 13. Oktober 2011, 14.00 - 17.00 Uhr
1-teiliger Nachmittagswahlkurs (Anmeldung vor Ort)

  1. Mit Worten fechten. Anleitung zu einem sportlichen Umgang mit Denken und Umdenken. Cornelia Kazis
  2. Einzelmentorate - Notwendigkeit und Wirkung, Svenja Herrmann
  3. Speed-Reading, Liselotte Graf
  4. Farbenspiel und Formenzauber – Kinder von 4 bis 10 Jahren gestalten ihre Welt, Franziska Weber
  5. Das Begabtenkonzept des Leonardo da Vinci Gymnasium, Klaus-Dieter Neff, Ulrich Müller
  6. Was bedeutet qualitativ gute Begabungs- und Begabtenförderung? Joëlle Huser
  7. Begabtenförderung und Schulentwicklung, Martin Huber
  8. Perkussion im Schulalltag mit Trommeln, Bechern und dem Körper, Peter Tschanz
  9. Mathematische Lernwege. Outdoor -Didaktik im Mathematikunterricht von KG bis Oberstufe. Peter Flury

Freitagnachmittagsplenum, 14. Oktober 2011, 14.00 – 18.00 Uhr

  • Referat: Frische Ideen durch kreatives Denken, Jiri Scherer
  • Prämierung des Fotowettbewerbes zum Thema „Freude“
  • Markt mit Präsentation von innovativen Projekten, Materialien und Modellen
  • Lesung und Podiumsgespräch mit Svenja Herrman und einer weiteren Person: „Was und wer hat mich gross gemacht?“ Leitung: Cornelia Kazis
  • Schlussworte und Dank, Joëlle Huser / Romana Leuzinger, mit anschliessendem Apéro

Abendveranstaltungen

  • Montagabend, 10.10.11,   18.30 -  ca. 21.00 Uhr: Grips - Spass,  Gemeinsamer Spielabend und Einblick in begabungsfördernde Spiele für die Schulpraxis, Joëlle Huser / Romana Leuzinger
  • Dienstag, 11.10.11: kultureller Event in Zürich
  • Mittwoch, 12.10.11: Messe bis 20.00 Uhr *
  • Donnerstag, 13.10.11, 18.00 - 20.00 Uhr und Open End Ausklang *: Kulinarisch - Philosophisches Café mit  Maja Wicki
  • Freitag, 14.10.11, 18.45 Uhr: Festliches Bankett mit allen Teilnehmenden und Mitwirkenden und dem Trio Blue Boulevard

Anmeldung
Ihre Anmeldung können Sie per Anmeldeformular vornehmen. Flyer können schriftlich angefordert werden bei: Janine Wigger, Tagungs-, Event und Publikationsmanagement TEP, PHZ Luzern, Sentimatt 1, 6003 Luzern, Tel. +41 41 228 78 51, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Annulationsgebühr
Bei Annulationen bis zum 10. September wird eine Berarbeitungsgebühr von CHF 150.- erhoben. Bei Abmeldungen ab 10. September bis 30.September gilt eine Annulationsgebühr von CHF 500.-, bei Annulationen ab 1. Oktober werden CHF 800.- verrechnet.

Teilnahmegebühr
Bei Anmeldung bis 30. Juni 2011 CHF 1250.-, danach CHF 1450.-.

Die Teilnahmegebühren beinhalten Eintritt für alle Abendveranstaltungen, Mittagessen, Pausenverpflegung, Bankett und Kursunterlagen

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